Film
Hier setzen wir uns mit filmischen Propagandainstrumenten und der Bildsprache auseinander — von der NS-Wochenschau bis zum YouTube-Essay.
Mediale Verantwortung von der Gleichschaltung bis zum Algorithmus
Jetzt anmelden ↓Wir leben in einer Zeit, in der die Grenzen dessen, was gesagt und gezeigt werden darf, täglich neu verhandelt werden. Hass-Kultur ist in Kommunikation und Gestaltung allgegenwärtig geworden. Mit der Summer School 2026 wollen wir genau hier ansetzen und historische Reflexion mit aktueller Medienkritik verbinden.
Unser Ziel ist es, das Mediensystem des „Dritten Reichs" und die Mechanik politischer Propaganda den heutigen Herausforderungen gegenüberzustellen. Wir beleuchten die Plattform-Ökonomie, die publizistische Sorgfaltspflicht in fragmentierten Öffentlichkeiten und die Creator-Verantwortung junger Medienschaffender. Der rote Faden, der sich durch die gesamte Woche zieht, ist die Verschiebung des Sagbaren — auf sprachlicher, visueller und algorithmischer Ebene.
Die Summer School ist kein reines Theorie-Format. Wir wollen, dass Studierende aus den BA- und MA-Studiengängen der Medien interdisziplinär und semesterübergreifend zusammenarbeiten und diskutieren.
Die Teilnehmenden erarbeiten über die gesamte Woche hinweg ein eigenes, praxisbezogenes Projekt. Wir nutzen den Standort Salzgitter bewusst, um historische Erinnerungskultur als Ausgangspunkt für die kritische Auseinandersetzung mit heutigen Plattformlogiken zu machen.
Die intensive Woche gipfelt am Freitag in einer öffentlichen Ausstellung, in der alle entstandenen Werke präsentiert werden und in den direkten gesellschaftlichen Diskurs treten.
Um die komplexen Themen greifbar zu machen, gliedert sich die praktische Arbeit in vier zentrale Werkstätten.
Hier setzen wir uns mit filmischen Propagandainstrumenten und der Bildsprache auseinander — von der NS-Wochenschau bis zum YouTube-Essay.
Wir widmen uns der investigativen Recherche, der Quellenarbeit und der journalistischen Sorgfaltspflicht in einer fragmentierten Öffentlichkeit.
Wir gestalten animierte Erzählformate und Motion Graphics — von Explainer-Clips bis zu dokumentarischen Kurzformen.
Diese Werkstatt macht verborgene Algorithmus-Logiken sichtbar und analysiert, wie moderne Plattformen Meinungen steuern.
Unsere Projekte und Diskussionen werden von drängenden Fragen unserer Zeit angetrieben. Sie sind die Leitplanken für die gesamte Woche.
Wo verläuft die Grenze zwischen Meinungsmachen und Manipulation, und wer hat die Macht, diese zu ziehen?
Ist Reichweite automatisch gleichbedeutend mit publizistischer Verantwortung?
Welche Mechanismen der historischen Propaganda finden sich strukturell in heutigen Plattformlogiken wieder?
Was kann und muss Erinnerungskultur in einer zunehmend digitalen und fragmentierten Öffentlichkeit leisten?
Wie verschieben moderne Unterhaltungsformate und Creator-Inhalte das moralische Klima unserer Gesellschaft?
Welche Verantwortung tragen Marken und Unternehmen, wenn sie im Netz als Quasi-Medien auftreten?
Die Plätze sind begrenzt — pro Werkstatt maximal 15 Teilnehmende. Schick uns eine kurze E-Mail mit deinem Namen, Studiengang und Semester sowie deinem Werkstatt-Wunsch (Film, Text, Animation oder Interaktiv). Weitere Informationen zu Gästen und dem finalen Ablaufplan folgen in Kürze.
Direkt per E-Mail an h.huemme@ostfalia.de oder fl.stark@ostfalia.de — oder über den Button unten.
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